Donut Lab präsentierte auf der CES 2026 eine All‑Solid‑State‑Batterie, die in unter 10 Minuten — vollständig in fünf Minuten — geladen werden kann. Energiedichte: 400 Wh/kg. Verge Motorcycles wird als erstes Serienfahrzeug der Welt diese Zellen einsetzen — ein elektrisches Motorrad, das in der Mittagspause vollständig geladen ist.
Eine kluge Wahl. Motorradbatterien sind kleiner als Auto‑Akkus, was die Industrialisierung in der Anfangsphase einfacher macht. Zudem ist die Zielgruppe Premium‑Käufer, die für eine Innovationsprämie zahlen. Und die Reichweiten‑Vorteile sind sofort spürbar: Verge Motorcycles versprechen über 300 km Reichweite plus 5‑Minuten‑Ladung — das ist schneller als Tanken.
Die meisten heutigen Schnelllader (CCS, NACS, Tesla Supercharger V3/V4) liefern 250–350 kW. Eine 80 kWh‑Autobatterie braucht damit etwa 20 Minuten von 10 % auf 80 %. 5 Minuten von 0 % auf 100 % würde bei einem Auto mit 80 kWh Leistungen von ca. 1.000 kW erfordern — für Motorräder mit 10–15 kWh ist das mit existierender Infrastruktur machbar (zumindest theoretisch).
Die Kabel werden bei solchen Strömen aktiv gekühlt; aktuelle Megawatt‑Charger (MCS) bestehen Praxistests bei Lkw‑Schnellladern.
Reichweitenangst ist nicht nur ein technisches, sondern ein psychologisches Phänomen. Wer einmal in einer Schnellladepause stand und 25 Minuten gewartet hat, weiß: das fühlt sich lang an. Wenn elektrisches Laden in der Zeit eines Tankvorgangs möglich wird, fällt die letzte mentale Hürde gegen E‑Mobilität weg.
"Reichweite ist eine Hardware‑Frage. Ladezeit ist eine Erlebnis‑Frage."
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