Mercedes‑Benz hat in einem öffentlich zugänglichen Test einen modifizierten EQS mit Festkörperzellen des US‑Startups Factorial Energy ausgestattet — und ist damit 745 Meilen (≈1.200 km) am Stück gefahren. Damit ist der EQS das erste Auto eines Großserienherstellers, das die psychologisch wichtige 1.000‑km‑Marke real überschreitet.
Das US‑Startup Factorial Energy hat sich auf Lithium‑Metall‑Anoden mit Festelektrolyt spezialisiert. Partner sind Mercedes, Stellantis, Hyundai und Kia — also vier der größten Autokonzerne der Welt. Das Mercedes‑Mutterunternehmen hat 2021 in Factorial investiert und arbeitet seitdem an gemeinsamen Pilotzellen.
Heutige Premium‑E‑Autos schaffen unter Idealbedingungen 600–700 km. Der EQS mit Factorial‑Zellen verdoppelt das fast — und das auf öffentlicher Straße, nicht im Labor. Die Zellen haben eine Energiedichte von etwa 450 Wh/kg (vs. 250–280 Wh/kg in heutigen Premium‑Akkus).
Mercedes plant, ab 2027 erste Serienmodelle mit Factorial‑Zellen anzubieten — vermutlich zuerst in der S‑Klasse und im EQS. Massenmarkt‑Einsatz wird 2029/30 erwartet, wenn die Produktionskapazität skaliert.
"Der EQS‑Test war kein Marketingstunt. Es war ein öffentlich überprüfbarer Beleg dafür, dass die Festkörper‑Story keine PowerPoint‑Phantasie mehr ist."
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