Eine 2025 von NORC at the University of Chicago veröffentlichte Studie zeigt: Wenn menschliche Tutor:innen mit KI als Co‑Tutor arbeiten, können sie mehr Schüler:innen gleichzeitig betreuen — bei höherer Lernqualität. Die KI übernimmt Übungen, Verständnischecks, Wiederholungen. Die Lehrkraft konzentriert sich auf Beziehung, Motivation und das, was Maschinen nicht können.
Eine Lehrkraft arbeitet mit fünf bis acht Schüler:innen gleichzeitig — statt der traditionellen 1:1‑ oder 1:25‑Konstellation. Jede Schüler:in hat einen KI‑Tutor, der parallel mitläuft. Die Lehrkraft sieht in einem Dashboard, wo Schüler:innen feststecken, was sie gerade üben, welche Fragen offen sind. Sie kann gezielt einspringen, wo Beziehung, Erklärung oder Motivation gebraucht wird.
Die Studie untersuchte ein "High‑Dose"‑Tutoring‑Programm, in dem KI als Co‑Tutor eingesetzt wurde. Ergebnis:
Wichtig: Die KI ersetzt nicht die menschliche Lehrkraft. Sie ist ein Werkzeug, das die Lehrkraft skaliert — wie ein Mikroskop einen Forscher skaliert, ohne ihn zu ersetzen.
Hochwertiges 1:1‑Tutoring ist die effektivste bekannte Bildungsintervention — aber es ist teuer. Eine Stunde guter Nachhilfe kostet 30–80 Euro. Für einkommensschwächere Familien unzugänglich. Hybrid‑Tutoring senkt die Kosten pro Schüler:in dramatisch, weil eine Lehrkraft mehr Schüler:innen gleichzeitig betreuen kann. Damit wird das, was bisher Privatschule‑Privileg war, breiter zugänglich.
"Die wichtigste Anwendung von KI in Bildung ist nicht, Lehrkräfte zu ersetzen. Sie ist, Lehrkräfte für mehr Menschen erreichbar zu machen."
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