Über 120 aktive klinische Studien für Krebsimpfungen laufen weltweit (Stand 2026) — das ist die größte koordinierte Entwicklungsanstrengung in der Geschichte der Onkologie. Studien in Melanom, Lungenkrebs, Pankreas, Darm, Prostata bereiten sich auf späte klinische Phasen vor. Erste breite Zulassungen werden zwischen 2026 und 2029 erwartet. Das ist nicht eine Hoffnung — das ist eine Pipeline.
Anders als Impfungen gegen Infektionskrankheiten (Masern, Polio) sind Krebsimpfungen therapeutisch: sie werden bei Menschen eingesetzt, die bereits Krebs haben (oder hatten), um das Immunsystem zu trainieren, Tumorzellen zu erkennen und zu zerstören. Es gibt mehrere Plattformen:
Die Pipeline 2026 ist breit:
Krebs ist seit den 1960er Jahren die zweithäufigste Todesursache weltweit. Die wesentlichen Fortschritte kamen aus drei Säulen: Operation, Bestrahlung, Chemotherapie. Immuntherapie ab 2014 war die vierte Säule. Personalisierte Krebsimpfungen werden — wenn die Pipeline hält, was sie verspricht — die fünfte. Sie verschieben Krebs vom Akut‑in den chronisch‑behandelbaren Bereich.
"Wir leben am Anfang einer medizinischen Welle, deren Tragweite noch unterschätzt wird. Die meisten Menschen merken erst in zehn Jahren, wie sehr sich die Krebsbehandlung verändert hat."
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