Im Oktober 2025 haben der Autokonzern Stellantis (Peugeot, Citroën, Opel, Fiat, Jeep) und das US‑chinesische Robotaxi‑Unternehmen Pony.ai eine Partnerschaft angekündigt, um in Europa Level‑4‑Robotaxis zu entwickeln. Die ersten Tests sind in Luxemburg gestartet — bewusst gewählt für die mehrsprachige Bevölkerung, kompakte Geographie und EU‑weite Regulierungsnähe.
Während die USA und China bei Robotaxis schon im Regelbetrieb sind, lag Europa lange zurück — wegen strengerer Zulassungsverfahren, fragmentierter Märkte und vorsichtigerer OEMs. Die Stellantis‑Pony.ai‑Partnerschaft ist die erste großmaßstäbliche Antwort darauf. Ziel ist es, vollautonome Fahrzeuge zu entwickeln, die EU‑Regularien erfüllen und in mehreren europäischen Städten skalierbar sind.
Pony.ai bringt die Software, Stellantis die Fahrzeugplattform und das industrielle Netzwerk. Luxemburg dient als Realwelt‑Testgelände — ein Land, in dem sich Sprachen, Vorschriften und Verkehrsmuster auf engstem Raum überlappen.
Die Europäische Union hat 2024 die Type‑Approval‑Regulation für autonome Fahrzeuge verabschiedet, die einheitliche Zulassungsstandards EU‑weit ermöglicht. Damit fällt der größte regulatorische Block. Gleichzeitig sind die Hardwarekosten für LiDAR und Compute massiv gefallen — Robotaxis sind 2026 wirtschaftlich tragfähig.
Die SAE‑Skala definiert sechs Stufen der Autonomie:
Stellantis und Pony.ai zielen auf Level 4 — Robotaxi‑Service in Geofences, ohne Sicherheitsfahrer.
Die ersten kommerziellen Fahrten in Luxemburg sind für 2027 geplant. Bis dahin laufen Datenflotten, geschlossene Tests und Behördenfreigaben. Stellantis hat angedeutet, das System anschließend in Italien und Frankreich auszurollen — beides Heimatmärkte mit großen urbanen Räumen.
"Europa kommt spät — aber Europa kommt mit dem Anspruch, dass Sicherheit und Zulassung von Anfang an EU‑weit funktionieren."
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