Moderna und Merck haben mit mRNA‑4157 einen personalisierten Krebsimpfstoff entwickelt, der in Kombination mit dem Checkpoint‑Inhibitor Pembrolizumab (Keytruda) das Rückfallrisiko bei Melanom‑Patient:innen um 44 % senkt — verglichen mit der Standardtherapie allein. Eine FDA‑Zulassung wird für 2026 erwartet. Es wäre die erste personalisierte mRNA‑Krebsimpfung weltweit.
Jeder Tumor ist genetisch einzigartig. mRNA‑4157 wird für jede:n Patient:in individuell hergestellt:
Pembrolizumab "schaltet die Bremsen" des Immunsystems aus. Die Kombination ist deutlich wirksamer als jede Therapie allein.
Die Phase‑II‑Studie KEYNOTE‑942 hatte 2023 gezeigt, dass die Kombination das Rezidivrisiko bei Hochrisiko‑Melanomen um 44 % senkt. Die Phase‑III‑Studie INTerpath‑001 läuft seit 2024 und soll die Ergebnisse in einer größeren Kohorte bestätigen. Die Zwischenergebnisse 2025 waren positiv genug, dass Moderna und Merck die FDA‑Zulassung beantragt haben.
Krebsbehandlung war über Jahrzehnte ein Werkzeugkasten von Chemotherapie (zerstört wachsende Zellen — auch gesunde), Bestrahlung und Operation. Immuntherapie hat ab 2014 gezeigt, dass das eigene Immunsystem Tumore besiegen kann — wenn man es entsprechend aktiviert. Personalisierte mRNA‑Impfungen kombinieren das mit der Geschwindigkeit der COVID‑Impfstoff‑Plattformen: maßgeschneidert in 6–8 Wochen pro Patient:in.
"Wenn das funktioniert, schreiben wir das Drehbuch der Krebsbehandlung in den nächsten zehn Jahren neu."
Moderna entwickelt mRNA‑4157 auch für andere solide Tumoren: nicht‑kleinzelliger Lungenkrebs, Nierenzellkarzinom, Kopf‑Hals‑Tumoren. BioNTech (Pfizers Partner aus der COVID‑Zeit) arbeitet an ähnlichen personalisierten Plattformen, u. a. in Pankreaskrebs (siehe eigene Seite).
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